Hamburg, 2. Dezember 2017

Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen - Wie steht die GWÖ dazu?

Am 30. November fand der 4. GWÖ-Salon zum Thema "Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen - Was steht die GWÖ dazu?" statt.

Prof. Dr. Bernd Fittkau, wissenschaftlicher Beirat und aktiv u.a. als GWÖ-Referent und in der AG Bildung, teilt mit uns im Nachgang zu der Veranstaltung seine Reflektionen:

Ich möchte etwas zur gesellschaftlichen Verantwortung der GWÖ ergänzen und dabei auf das neue Buch des „Club of Rome“ von Ernst Ulrich von Weizsäcker und seinem schwedischen Kollegen Anders Eijkman hinweisen: „Wir sind dran – Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen“. Schon der Titel mahnt unsere globale Verantwortung an, nicht nur unsere regionale oder nationale. Hier hat die GWÖ einiges zu bieten. Und deshalb möchte ich hier einen kleinen Werbeblock einschieben: In dem Club of Rome-Bericht wird die GWÖ als eine konkrete, zukunftsweisende wirtschaftliche Alternative zum herrschenden System vorgestellt (S. 310 ff). Und im abschließenden Fazit auf den letzten Seiten (S. 378 ff) werden noch einmal wichtige Prinzipien der GWÖ als alternative Leitlinien hervor gehoben.

Ich zitiere: „Die aktuellen Trends auf der Erde sind nicht nachhaltig. … Das unvermeidliche Ergebnis sind ökologische Zusammenbrüche, lokal sowie weltweit. …Wir laden Geschäftsleute ein, das Gemeinwohl und die langfristige Perspektive im Gegensatz zu den vierteljährlichen Berichten über den oberflächlichen finanziellen Erfolg zu stellen… Wir laden die Wirtschaft ein, sich mit den politischen Entscheidungsträgern in Verbindung zu setzen, um den Rahmen für Rentabilität zu ändern, so dass die Beiträge zum Gemeinwohl finanziell belohnt und nicht bestraft werden. Wir empfehlen Belohnungen (und Auszeichnungen) für beispielhaftes Verhalten. Wir laden die politischen Entscheidungsträger ein, eine neue Steuerungsphilosophie einzuführen …“
 
Warum ist die GWÖ so wichtig für die notwendige Transformation des herrschenden Wirtschaftssystems? Die Antwort ist einfach: Wir brauchen einen funktionsfähigen Plan B für eine nicht unwahrscheinliche nächste Wirtschaftskrise. Mit anderen Worten: Wollen wir einen friedlichen Wechsel (Change by Design) und keine gewaltsamen Veränderungen (Change by Desaster), dann brauchen wir praktisch erprobte Alternativen. Ein solcher Plan fehlte bei der Finanzkrise 2008 – und die Chance der Krise(!) konnte nicht genutzt werden. Bei der atomaren Fukushima-Katastrophe 2011 gab es mit der grünen Energie-Technologie in Deutschland eine solche praktikable Alternative – und hat die unwahrscheinliche Energiewende über Nacht politisch möglich gemacht.
 
Die GWÖ arbeitet seit 2010 außerordentlich erfolgreich an einer solchen global praktikablen Alternative, an der sich jeder auf seine Weise beteiligen kann. Dazu möchte ich Sie alle herzlich einladen. Die Menschen auf dieser Welt brauchen Sie! – Danke


Weitere Informationen:

Zum Buch:

Titel: Wir sind dran. Club of Rome: Der große Bericht Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen. Eine neue Aufklärung für eine volle Welt
Autoren: Ernst Ulrich von Weizsäcker, Anders Wijkman
Verlag: Gütersloher Verlagshaus

Erschienen am 2.10.2017

Auf der Verlagsseite heißt es: "Der hier vorliegende neue Bericht des Club of Rome formuliert die Agenda für alle gesellschaftlich relevanten und möglichen Schritte der nächsten Jahre: faktenorientiert und debattenstark."




Links zu Prof. Dr. Bernd Fittkau: