Was ist die GWÖ?

Gemeinsam arbeiten, gemeinsam verändern!

Dafür steht die Gemeinwohl-Ökonomie Bewegung und dafür setzen wir uns auch mit unserer Regionalgruppe in Hamburg ein. Ziel der Gemeinwohl-Ökonomie ist es, gemeinsam in einem demokratischen, partizipativen und ergebnisoffenen Prozess ein Wirtschaftssystem zu etablieren, bei dem das Gemeinwohl an oberster Stelle steht. Ganz im Sinne u.a. des deutschen Grundgesetzes und auch der Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg.

Die Grundwerte Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit sowie demokratische Mitbestimmung und Transparenz sollen dabei Grundlage des Wirtschaftens werden. Die Gemeinwohl-Ökonomie wirkt auf drei Ebenen:

  • Auf wirtschaftlicher Ebene ist die Gemeinwohl-Ökonomie eine konkret umsetzbare Alternative für Unternehmen: Indem diese zukünftig auch eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen, wird die Mehrung des Gemeinwohls zur neuen Bemessungsgrundlage für unternehmerischen Erfolg. Die Kriterien hierfür werden in der Gemeinwohl-Matrix definiert.
  • Auf politischer Ebene will die Gemeinwohl-Ökonomie vor allem erreichen, dass Unternehmen entsprechend ihrem Ergebnis bei der Gemeinwohl-Bilanz behandelt werden. Das heißt: Diejenigen, die messbar ökologisch und fair wirtschaften, sollen dafür finanziell entlastet werden. Der Kriterienkatalog, der der Matrix zugrunde liegt, soll in Wirtschaftskonventen erarbeitet und direktdemokratisch legitimiert werden.
  • Auf gesellschaftlicher Ebene ist die Gemeinwohl-Ökonomie eine Bewegung zur Bewusstseinsbildung in Richtung eines sozial-ökologischen Wandels. Sie beruht auf dem solidarischen, wertschätzenden und sinnstiftenden Handeln möglichst vieler Menschen und sucht die Vernetzung mit ähnlichen Initiativen. Die Gemeinwohl-Ökonomie versteht sich als ergebnisoffener, partizipativer und lokal wachsender Prozess mit globaler Ausstrahlung.
 
Und wie funktioniert die Gemeinwohl-Ökonomie nun auf inhaltlicher Ebene?
1.

 
Die Gemeinwohl-Ökonomie ist der Aufbruch zu einer ethischen Marktwirtschaft, deren Ziel nicht die Vermehrung von Geldkapital ist, sondern das gute Leben für alle.
2.
 
Sie setzt die Menschenwürde, die Menschenrechte und die ökologische Verantwortung als Gemeinwohlwerte auch in der Wirtschaft um.
3.

 
Wie diese Werte im unternehmerischen Alltag gelebt werden können, zeigt die Gemeinwohl-Matrix. Sie wird laufend weiterentwickelt und soll demokratisch entschieden werden.
4.



 
Anhand der Matrix erstellen die Unternehmen eine Gemeinwohl-Bilanz. Im Gemeinwohl-Bericht erklären sie die Umsetzung der Gemeinwohlwerte sowie ihr Entwicklungspotential und  nehmen eine Bewertung vor. Bericht und Bilanz werden extern überprüft und veröffentlicht. Damit werden die Leistungen für das Gemeinwohl bekannt gemacht.
5.

 
Gesellschaftliche Unterstützung erfahren Gemeinwohl-Unternehmen zunächst am Markt durch Verbraucher*innen, Kooperationspartner*innen und gemeinwohl-orientierte Geldgeber*innen.
6.

 
Als Ausgleich für überdurchschnittliche Leistungen zum  Gemeinwohl sollen Gemeinwohl-Unternehmen rechtliche Vorteile bei Steuern, Krediten und öffentlichen Aufträgen sowie im internationalen Handel erhalten.
7.




 
Unternehmensgewinne dienen der Stärkung der Unternehmen sowie der  Einkommenserzielung und der Alterssicherung der UnternehmerInnen und der Beschäftigten, nicht aber der Vermögensvermehrung externer Kapital-geber*innen. So gelangen die Unternehmer*innen zu Freiräumen für gemeinwohlorientiertes Wirtschaften, frei vom Druck zu größtmöglicher Kapitalrendite.
8.


 
Dadurch schwindet der Drang zum Wirtschaftswachstum. Es öffnen sich Möglichkeiten für ein erfülltes Leben bei Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. In der Arbeit können sich Wertschätzung und Fairness sowie Kreativität und Kooperation besser entfalten.
9.

 
Mit der Begrenzung von Vermögensungleichheiten steigen die Chancen für die gleichberechtigte Teilhabe Aller am wirtschaftlichen und politischen Leben.
10.


 
Die Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung lädt dazu ein, die Verwirklichung der genannten Werte in Wirtschaft und Gesellschaft mitzugestalten. Alle Ideen für eine zukunftsfähige Wirtschaftsordnung sollen in demokratischen Prozessen entwickelt, vom Souverän entschieden und in der Verfassung verankert werden.
 
Sie finden, dass die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie Realität werden muss? Dann schauen Sie doch einfach mal unter Mitmachen, wie Sie uns unterstützen können.